M1 again …last trial in 2023

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Der 5. Versuch ...Optolong L-eExtreme

Nachdem es nun 4 Versuche waren, das erste Objekt im Messier-Katalog abzulichten, fehlt mit dem aktuellen Setup nur noch einer. Die besten Ergebnisse erzielte ich bis dato mit einem UV/IR-Blockfilter und der PixInsight-Bearbeitung mit dem neuen BlurXTerminator (Version 2/AI4) – siehe Beitrag vom 16.12.2023.

OSC-Kamera mit Duo-Schmalbandfilter

Nachdem ich in letzter Zeit viel zur Kombination von Schmalbandfiltern und Farbkameras (OSC) gelesen hab (siehe bspw. im Forum von Astronomie.de), war ein Kollege vom StAV so nett und hat mir seinen Optolong L-eXtreme Filter mal ausgeliehen (Danke @Mani, StAV).

Zur Funktionsweise des Filters (schreibt Lacerta, Wien):

„Wie funktioniert es? Der neue Optolong L-eXtreme Filter wurde entwickelt, um möglichst effektiv Schmalbandaufnahmen mit Farbkameras betreiben zu können. Eine übliche Bayermatrix filtert das einfallende Licht nach Rot/Grün/Blau und da kam die Idee, dies mit einem Schmalbandfilter welcher nur die beiden Linien passieren lässt zu kombinieren. Das rote H-Alpha1 Licht wird von den roten Pixeln und das blaugrüne OIII2 Licht von den blauen und grünen Pixeln durchgelassen. So kann man mit einer einzigen Aufnahme sowohl H-Alpha als auch O-III erfassen. Es ist mit dem L-eXtreme Filter daher nicht mehr nötig, die Schmalband Frames getrennt aufzunehmen, sondern man kann das verfügbare Signal in beiden Kanälen tatsächlich auf einer Aufnahme registrieren. Man kann das als ganz normales Farbbild weiterverarbeiten, oder aber mit geeigneter Software die Kanäle getrennt auslesen und so reine nicht debayerte Schmalbandbilder erhalten (zB mit dem Prozess SplitCFA in PixInsight).

Vor der endgültigen Wahl der Parameter noch kurz Rücksprache mit unserem Astro-Photospezialisten (Danke @Matthias, StAV) gehalten und einige Testaufnahmen gemacht. Die untere nun mit 300s Belichtung @Gain 55, Kühlung -20° – da sieht schon die Voransicht des ASIAIR recht vielversprechend aus.

Screenshot der Testaufnahme (rechts sieht man das Verstärkerglühen der ASI 183 MC Pro)
  1. Als H-alpha oder Hα bezeichnet man in der Astronomie und Physik die hellste Spektrallinie des angeregten Wasserstoffs (chemisches Symbol: H) im sichtbaren Licht. Sie liegt im roten Licht bei einer Wellenlänge von 656,28 nm. ↩︎
  2. O-III: 2-fach ionisierte Sauerstofflinie mit einer Wellenlänge von 500,7 nm. Damit ein Sauerstoffatom zweifach ionisiert wird, braucht es eine Energie von 35,1 eV bzw. eine Temperatur von etwas über 400.000 Kelvin. ↩︎

Final Image

Mit Blink und dem SubframeSelector mussten schließlich aus 50 Subframes 22 Subframes anhand der Kriterien Stars, Excentricity, FWHM aussortiert werden. Es blieben daher 28 Subframes und damit nur mehr 140 Minuten Gesamtbelichtung übrig. Das Ganze wurde dann mit 50 Bias, 20 Darks und 20 Flats kalibriert (WBPP).

Die Nebelstrukturen kommen recht gut raus, wobei O-III hier extrem dominant ist. Die Sternfarben zu kalibrieren (Spectometric Colour Calibration in PixInsight) war nicht mehr möglich (egal welche Referenz gewählt wurde). Generell ist die Sternabbildung (wie auch zu erwarten war) nicht zufriedenstellend. Recht eindrucksvoll ist der direkte Vergleich mit der Aufnahme mit dem UV-IR-Blockfilter (Astronomik L-2) in folgender Gegenüberstellung: